Wie alt ist Wolfgang Petry? Schlager-Ikone wird 74 vor 75. Geburtstag

Wie alt ist Wolfgang Petry

Wolfgang Petry ist 74 Jahre alt. Der deutsche Schlager­sänger wurde am 22. September 1951 in Köln-Raderthal, Deutschland, geboren. Millionen kennen ihn als „Wolle“. Der Popstar hinter Hits wie „Wahnsinn“ und „Verlieben, verloren, vergessen, verzeih’n“ bleibt eine der bekanntesten Stimmen der deutschen Musik. 

Auch Jahrzehnte nach seinen großen Tourjahren taucht Petry weiterhin in Musikprojekten, Fernsehspecials und Jubiläumsshows zur Geschichte des Schlagers auf. Im Jahr 2026 feiert er gleich zwei Meilensteine: seinen 75. Geburtstag und 50 Jahre auf der Bühne.

Vom Kölner Jungen zum Star

Wolfgang Petry wurde als Franz Hubert Wolfgang Remling im Kölner Stadtteil Raderthal geboren. Dort wuchs er zusammen mit seinem jüngeren Bruder auf.

Seine Kindheit veränderte sich stark, als sein Vater starb, während Petry erst 16 Jahre alt war. Von diesem Moment an übernahm er mehr Verantwortung in der Familie.

Musik spielte schon früh eine große Rolle in seinem Leben. Noch während der Schulzeit gründete er seine erste Band Screamers und trat bei kleinen Auftritten rund um Köln auf.

Trotz seiner Liebe zur Musik entschied sich Petry zunächst für einen praktischen Berufsweg. Er machte eine Ausbildung zum Feinmechaniker, tourte jedoch weiterhin abends und an Wochenenden mit seiner Band. Manchmal trat er auch mit der Tanzband Top Singers auf.

Entdeckung in einer Disco

Der große Wendepunkt kam im Jahr 1975.

Während eines Auftritts in der Disco Whisky Bill in Forsbach wurde Petry von den Produzenten Tony Hendrik und Karin Hartmann von Coconut Records entdeckt.

Sie produzierten sein erstes Album „Ein Freund – ein Mann“.

Die Platte erschien 1976 und enthielt den Song „Sommer in der Stadt“.

Der Titel wurde sein erster Hit und schaffte es in die deutschen Charts. Kurz darauf trat Petry in der berühmten ZDF-Hitparade auf, wo ihn die Zuschauer auf den zweiten Platz wählten – direkt hinter Jürgen Drews.

Erste Hits in den 1980ern

In den frühen 1980er-Jahren baute Petry seinen Ruf als aufstrebender Schlagersänger weiter aus.

Songs wie

„Der Himmel brennt“ (1982)
„Wahnsinn“ (1983)

wurden zu Fan-Lieblingen und halfen, seinen unverwechselbaren Stil zu prägen.

Seine Musik verband eingängige Schlager-Melodien mit emotionalem Erzählen – etwas, das später zu seinem Markenzeichen wurde.

Die 90er machten ihn zur Legende

Das größte Comeback seiner Karriere kam 1992.

Der Song „Verlieben, verloren, vergessen, verzeih’n“, geschrieben von Jürgen Dönges, brachte Petry zurück an die Spitze der Charts.

Interessant dabei: Das Lied war zuvor Jürgen Drews angeboten worden, der es ablehnte.

Von diesem Moment an dominierte Petry die deutsche Schlager-Szene.

Im Jahr 1994 gewann er das Deutsche Schlager-Festival mit dem Lied „Denn eines Tages vielleicht“.

Der Preis wurde ihm von der TV-Legende Dieter Thomas Heck überreicht.

Millionen verkaufte Platten

In den 1990er-Jahren erreichte Petry den Höhepunkt seiner Popularität.

Sein Best-of-Album „Alles“ (1996) verkaufte sich mehr als zwei Millionen Mal.

Weitere erfolgreiche Alben folgten:

Nie genug (1997)
Einfach geil (1998)
Genau (2000)

Nach eigenen Angaben hat Petry rund 18 Millionen Tonträger verkauft.

Er erhielt außerdem zahlreiche Auszeichnungen:

Echo-Awards (1997–2001)
Goldene Stimmgabel – 10-mal
Platin-Stimmgabel (1998 und 2006)

In dieser Zeit spielte er große Stadiontourneen und gab tausende Konzerte.

Die berühmten Armbänder

Wolfgang Petrys Image wurde unter Schlagerfans legendär.

Zu seinen Markenzeichen gehörten:

lockige Haare
karierte Hemden
Dutzende Freundschaftsarmbänder

Die Armbänder waren Geschenke seiner Fans und symbolisierten die enge Verbindung zwischen Petry und seinem Publikum.

Im Jahr 2002 traf er eine überraschende Entscheidung.

Er versteigerte die Armbänder und spendete das Geld für Opfer schwerer Überschwemmungen in Deutschland.

Abschied von der Bühne

Im Jahr 2006 schockierte Petry seine Fans.

Während der Aufzeichnung der Goldenen-Stimmgabel-Verleihung kündigte er seinen Rückzug von der Bühne an.

Damals war er 55 Jahre alt.

Trotz seines Abschieds vom Tourleben verschwand der Sänger nie ganz aus der Musik.

Comeback-Jahre

Im Jahr 2014 kehrte Petry mit dem Album „Einmal noch!“ zurück, das neue Versionen seiner Klassiker enthielt.

Ein Jahr später erreichte sein Comeback-Album „Brandneu“ (2015) Platz eins der deutschen Charts.

Im Jahr 2017 startete er ein neues Projekt unter dem Namen Pete Wolf Band und veröffentlichte englischsprachige Rock-, Blues- und Countrymusik.

Das Album „Happy Man“ zeigte eine völlig andere musikalische Seite der Schlager-Ikone.

Weitere Alben folgten:

„Genau jetzt!“ (2018)
„Auf das Leben“ (2021)
„Stark wie wir“ (2023)

Ein Leben mit Rosie

Abseits der Bühne führte Petry ein stabiles Familienleben.

Er heiratete seine Jugendliebe Rosemarie „Rosie“ Remling im Jahr 1972.

Ihr Sohn Achim Petry, geboren 1974, wurde ebenfalls Sänger.

Im Jahr 2022 feierten Wolfgang und Rosie ihre Goldene Hochzeit.

Viele seiner späteren Lieder sind seiner Frau gewidmet.

Engagement und soziale Stimme

Wolfgang Petry engagierte sich auch sozial.

Gemeinsam mit Helmuth Rüssmann startete er die Kampagne „Courage für Menschlichkeit“.

Die Initiative entstand nach fremdenfeindlichen Anschlägen in Deutschland.

Viele Schlagerstars beteiligten sich an dem Charity-Projekt, darunter:

Jürgen Drews
Roberto Blanco
Claudia Jung
Michelle
Patrick Lindner
Wencke Myhre

Alle beteiligten Künstler verzichteten auf ihre Gagen, und die Einnahmen gingen an wohltätige Zwecke.

Neuer Song mit 74

Auch mit 74 Jahren macht Petry weiterhin Musik.

Im Januar 2026 veröffentlichte er den Song „Mr bruche keiner“, seinen ersten Titel im Kölsch, dem Dialekt von Köln.

Im Musikvideo sitzt er entspannt am Ufer des Rheins.

Wolfgang Petry sagte über seine Heimatstadt.

Wolfgang Petry in einem Interview über Köln:

„Ich habe mein ganzes Leben auf Kölsch gedacht. Köln ist einfach meine Heimatstadt. Hier kann ich Wolli sein – genau so, wie ich bin.“

Der Song ist kein Karnevalslied, sondern eine persönliche Hommage an seine Heimat und seine Lebenserfahrung.

Regionale Radiosender und Jubiläumssendungen über deutschen Schlager haben den Titel bereits als besonderen Moment in Petrys langer Karriere hervorgehoben.

Fußballmoment im Jahr 2025

Im Jahr 2025 überraschte Petry ein weiteres Publikum.

Während des Trainingslagers der deutschen Frauen-Nationalmannschaft sang er seinen Hit „Verlieben, verloren, vergessen, verzeih’n“.

Spielerinnen und Trainerteam feierten den unerwarteten Auftritt.

Großes Jubiläum steht bevor

Wolfgang Petry befindet sich derzeit in einer bemerkenswerten späten Phase seiner Karriere, während er sich zwei großen Meilensteinen nähert: seinem 75. Geburtstag und 50 Jahren im Musikgeschäft.

Auch wenn er nicht mehr dem intensiven Tourplan seiner erfolgreichsten Jahre folgt, bleibt Petry musikalisch aktiv – mit gelegentlichen neuen Veröffentlichungen, Studio-Zusammenarbeiten und besonderen Fernsehauftritten zur Geschichte des Schlagers.

Tribute-Produktionen wie „Wahnsinn – Die Show!“, die auf seinen größten Hits basieren, touren weiterhin durch Deutschland und Österreich und bringen seine Musik auch jüngeren Generationen näher, die seine Stadionära der 1990er Jahre nicht erlebt haben.

Branchenbeobachter sagen, dass Petry heute viel Zeit privat mit seiner Frau Rosie und seiner Familie verbringt und nur ausgewählte Projekte unterstützt, die mit seinem musikalischen Erbe oder wohltätigen Initiativen verbunden sind.

Seine Rolle hat sich damit allmählich verändert: vom Vollzeit-Popstar zu einem angesehenen Schlager-Elder-Statesman, dessen Songs weiterhin feste Bestandteile deutscher Party-Playlists, Fußballstadion-Feiern und nostalgischer Fernsehspecials sind.

Lukas Schneider

Lukas Schneider

Lukas Schneider ist ein erfahrener Journalist mit über 12 Jahren Erfahrung im digitalen Nachrichtenjournalismus. Er berichtet über aktuelle Entwicklungen in Politik, Gesellschaft, Technologie sowie über Trends in sozialen Medien und der digitalen Wirtschaft.

Er studierte Journalismus und Kommunikationswissenschaft an der Universität Hamburg, wo er sich auf investigativen Journalismus und digitale Medienanalyse spezialisierte. Im Laufe seiner Karriere hat er für mehrere Online-Medienplattformen gearbeitet und sich einen Ruf für gründliche Recherche und faktenbasierte Berichterstattung aufgebaut.

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